Postbus Autobahn
 © Deutsche Post Mobility GmbH

TÜV stellt Fernbussen gutes Zeugnis aus

Zuletzt war bei Kontrollen in Frankfurt ein etwas schlechtes Licht auf die Fernbusbranche gefallen. Kaum ein Bus kam gänzlich ohne kleinere Beanstandungen davon. Einige Busse mussten sogar stillgelegt werden. Laut dem Bus-Report des TÜV ist diese Einzelkontrolle allerdings nicht repräsentativ und auf den Zustand der Fernbusse deutscher Busunternehmen zu übertragen. Tatsächlich befand sich unter den in Frankfurt stillgelegten Bussen keiner eines deutschen Fernbusunternehmens.

Der TÜV hält den Reisebus sogar nach wie vor für eines der sichersten Verkehrsmittel überhaupt. Mehr als 80% aller Reisebusse in Deutschland bestehen die jährliche Hauptuntersuchung auf Anhieb. Lediglich 18% aller überprüften Fahrzeuge haben laut Statistik erhebliche Mängel. Die Zahl klingt zunächst hoch. Vergleicht man sie aber mit der Zahl der PKW (23,5%), die bei der Hauptuntersuchung vergleichbare Mängel aufweisen, kommt der Bus sehr gut weg. Zudem sind ganze 67% der Reisebusse gänzlich mängelfrei. Das liegt natürlich auch daran, dass die Fernbusunternehmen seit der Liberalisierung viele neue Busse in ihren Fuhrpark aufgenommen haben, die auf dem neusten Stand der Sicherheitstechnik sind.

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Der häufigste Grund für Beanstandungen bei der Hauptuntersuchung bei Bussen seinen Mängel an der Beleuchtung, direkt gefolgt von Ölverlust am Motor.

Für den TÜV Bus-Report werden jährlich etwa 50.000 Hauptuntersuchungen von Reise- und Linienbussen ausgewertet. Für Fahrzeuge ab 8 Sitzplätzen, die zur Personenbeförderung eingesetzt werden, ist die Hauptuntersuchung einmalig pro Jahr vorgeschrieben.

Fernbusunternehmen legen großen Wert auf Sicherheit

Auch die großen Fernbusanbieter der Branche betonen, dass die Sicherheit der Fahrgäste an oberster Stelle stünde. Alle Fahrzeuge seien in bestem Zustand und würden regelmäßig überprüft.

Ein Sprecher des Marktführers MeinFernbus FlixBus teile zur Thematik mit, dass die eigenen Fahrzeuge vierteljährlich einer internen Sicherheitsüberprüfung unterzogen würden und jährlich die vorgeschriebenen Kontrollen beim TÜV durchliefen. Außerdem seien die regionalen Busunternehmen, mit denen man zusammenarbeite, zur Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards verpflichtet.

Die gleiche Auskunft gab auch ein Sprecher des Fernbusanbieters Postbus bekannt. Sollten die Partnerunternehmen die hohen Standard für die Sicherheit der Busse nicht einhalten, drohe ihnen die Kündigung des Vertrags.

Auch die Bahn, mit ihrer Fernbus-Tochter IC Bus, setzt auf höchste Standards. „Wir überprüfen alle Fahrzeuge regelmäßig – angekündigt und unangekündigt – auf ihre technische Einwandfreiheit. Sollten wir auch nur kleinste Mängel feststellen, würden die Fahrzeuge sofort aus dem Verkehr gezogen werden“, äußerte sich ein Sprecher von IC Bus. Ebenso beteuerte man, dass die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer strikt kontrolliert würden.

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